Mit Milly unterwegs

Als ich letzten Samstag  aufgewacht bin, war sie plötzlich da – Milly, die gelbe Meeple-Dame, die wie ihre drei Geschwister von ihrer Meeple-Mama Simone Spielt (https://die-besten-familienspiele-gesellschaftsspiele.de/) auf große Blog-Reise geschickt wurde. Björn und Robert von den Chaosbären hatten mich zwar vorgewarnt, dass Milly unterwegs zu mir sei, aber so schnell hatte ich nicht mit ihrer Ankunft gerechnet. Also habe ich im Halbschlaf erst einmal beschlossen nachzulesen, wie denn der Besuch von Milly bei den beiden Chaosbären verlaufen ist. Kein guter Einstieg in mein Gespräch mit Milly. Denn zum einen wurde ich sofort darauf aufmerksam gemacht,  dass die Chaosbären nicht von der schreibenden sondern von der sprechenden Zunft sind. Zum anderen fand es Milly überhaupt nicht nett, dass ich mir demnach die Folge von Millys Blitzbowl-Besuch noch nicht angehört hatte. Eine Tasse Kaffee später war die Welt wieder in Ordnung. Dazu trug auch mein Versprechen, mittags auf der Fahrt zu meinen Eltern in den Schwarzwald die verpasste Folge „nachzuhören“, bei. Und so setzten wir uns ein paar Stunden später vergnügt mit zwei Kopfhörern bewaffnet in die Straßenbahn und lauschten der – wie immer – launigen „Milly-Folge“ der beiden Chaosbären.

Auf der Heimfahrt am Sonntag hatten wir dann Zeit, uns ein wenig zu unterhalten und ich habe so gut es ging, Millys viele Fragen beantwortet:

 

Welche 3 Spiele-Klassiker dürfen in keinem Haushalt fehlen?

Gute Frage. Ein Monopoly besitze ich tatsächlich nicht (mehr), so dass diese naheliegende Antwort für mich schon einmal weg fällt. Dafür habe ich das andere Spiel mit dem großen „M“ in meinem Spieleschrank stehen – das klassische „Mensch-ärgere-dich-nicht„. Da es eigentlich immer gelingt, auch Nicht-Spieler zu einer Partie „Mensch-ärgere-dich-nicht“ zu überreden, sollte dieses Spiel auf jeden Fall in keinem Haushalt fehlen.
Und für mich als Schwaben gibt es ein zweites Spiel, welches auf keinen Fall fehlen darf: „Binokel“ (schwäbisch: Benogl) – bzw. die passenden Spielkarten dazu. Leider finde ich viel zu selten Menschen, die die Regeln kennen und dann auch noch Lust haben, mit mir zu binokeln.
Apropos binokeln: Ich kenne wenige Spiele, die es zu einem eigenen Verb gebracht haben. Ein eigenes Verb hat mein dritter Klassiker zwar nicht, aber „Lass uns mal wieder siedeln“ war lange ein geflügeltes Wort im Freundeskreis und auch heute versteht sicher jeder Brettspieler, was damit gemeint ist: „Die Siedler von Catan“. Ein etwas modernerer Klassiker als die beiden erst genannten, aber doch schon ein Klassiker, der nicht fehlen sollte.

 

Wohin möchtest Du noch reisen?

Oh, es gibt viele Ecken auf dieser Erde, die ich gerne noch bereisen würde. Nachdem ich bereits einen wunderschönen Urlaub auf Island erleben durfte, steht im Moment Grönland ganz oben auf meiner Urlaubs-Wunschliste und ich hoffe, dass ich mir diesen Traum irgendwann noch erfüllen kann.

 

Bist Du ein guter Verlierer und wie viel Ehrgeiz darf ein guter Spieler haben?

Bin ich ein guter Verlierer? Es kommt darauf an. Wenn jemand anderes einfach besser gespielt hat, kann ich gut verlieren. Habe ich schlecht gespielt, kann ich schon mal kurz über mich selber ärgern. Und wenn ich verliere, weil man mir die Regeln unvollständig erklärt hat oder weil die „Niederlage“ durch Allianzen von anderen Spielern zustande kam, kann ich schon auch mal mit den Mitspielern grummeln. Ich erinnere mich noch genau an eine feste Spielerunde, in der bei jedem Spieleabend eine Partie „Bohnanza“ gespielt wurde und bei der ein mitspielendes Pärchen immer nur miteinander tauschte und handelte. Das hat irgendwann definitiv keinen Spaß mehr gemacht.

Ein guter Spieler sollte auf jeden Fall den Ehrgeiz haben, gewinnen zu wollen. Der Ehrgeiz sollte nur nicht dazu führen, dass über jeden Zug stundenlang nachgedacht wird, damit man ja das bestmögliche Ergebnis herausholt.

 

Was macht Dir am meisten Spaß am Bloggen? Was nervt Dich?

Am meisten Spaß macht es mir, dass ich mich durchs Bloggen noch ein wenig mehr mit meinen Hobbies Lesen und Spielen beschäftigen kann und dieses Vorlieben mit Menschen, die sich dafür interessieren, teilen kann. Die Auswahl des Buches / Spiels, die Art, wie ich darüber berichten möchte, die noch unter dem alten Blog regelmäßig organisierten Bücher-Challenges (die bei allen Teilnehmern irgendwie immer im Sande verlaufen sind, aber trotzdem Spaß gemacht haben)  – all das sind immer wieder spannende Themen.
Nervig ist ab und zu , dass ich manchmal für meine Ideen und Eindrücke nicht die richtigen Worte finden und die Beiträge dadurch viel zeitintensiver sind als gedacht.

 

Wenn Du nur ein Spiel behalten dürftest, welches wäre das?

Puh, nur ein Spiel. Das ist hart. Und das ist eine Frage, dich ich vielleicht in einem halben Jahr schon wieder anders beantworten würde und vor einem Jahr definitiv anders beantwortet hätte.
Wenn ich derzeit nur ein Spiel behalten dürfte, würde ich mich wohl für „Terraforming Mars“ entscheiden. Erweiterungen natürlich inklusive. Zum einen ist der Wiederspielreiz bei diesem Spiel für mich immer noch enorm hoch und zum anderen bietet es einen tollen Solo-Modus, so dass ich  auch immer alleine spielen könnte.

 

Nach welchen Kriterien sortiert Du Deine Spiele?

Nach keinen – *Lach*.

Die am häufigsten gespielten Spiele werden ausgelagert – zu Freunden, bei denen unsere regelmäßige Spielerunde stattfindet und bei den anderen Spielen bin ich froh, wenn sie irgendwie in den Schrank passen. Eine Sortierung erfolgt mehr oder weniger nur nach Format.

 

Wovon hättest Du gerne mehr? Wovon weniger?

Mehr Miteinander und weniger Gegeneinander.

 

Eine knappe Woche wird Milly noch bei mir, der 6. Station ihrer großen Blog-Reise, bleiben und am Samstag darf sie dann zusammen mit mir zu ihrer nächsten Station fahren – wir besuchen Andreas von https://nexus-hobbyblog.de/. Ich bin sicher, dass sie auch dort eine spannende Zeit erleben wird.

 

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